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Chromerz

Unverzichtbarer Rohstoff

Chromerz wird heute vor allem in der metallurgischen Industrie bei der Herstellung rostfreier Stähle verwendet. Chrom ist dabei wirtschaftlich nicht substituierbar. Wurde vor 50 Jahren nur etwa die Hälfte des Chromerzes in der metallurgischen Industrie verwendet, ist deren Anteil am Weltchromverbrauch heute auf 92 % gestiegen. Die wachsende Weltwirtschaft, vor allem in Asien, braucht mehr Stahl und damit auch mehr Chrom.

Weltchromverbrauch, Anteile nach Sektoren

  • Metallurgische Industrie 92 %
  • Feuerfestindustrie 4 %
  • Chemische Industrie 4 %

Stahlverbrauch 2005-2011 in Mio. t

  2005 2006 2007 2008 2009 2010 (P) 2011 (P)
Deutschland 35 39 43 42 28 35 37
Frankreich 15 16 17 15 11 12 13
Italien 32 37 36 33 18 21 23
Niederlande 4 4 4 4 3 3 3
Spanien 21 24 23 18 12 14 13
Großbritannien 11 13 13 12 7 9 9
EU gesamt 166 189 197 182 117 139 147
Russland 29 35 40 35 25 32 36
USA 105 120 108 98 59 79 86
Brasilien 17 18 22 24 19 25 27
China 340 378 422 435 542 579 599
Indien 40 46 52 51 55 60 68
Asien 574 618 680 692 757 826 860
Welt 1.040 1.142 1.222 1.205 1.125 1.272 1.340

Quelle: International Iron an Steel Institute (IISI), P = Prognose

Nachfrageanstieg bis 2025 auf 135 bis 166 %

Die umfassendste deutsche Studie zum Thema stammt von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, dem Rheinisch- Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. In dieser Studie heißt es auf Seite 283f:

"In der metallurgischen Industrie ist das Legierungsmetall Chrom unverzichtbar. Es wird hier hauptsächlich als Ferrochrom eingesetzt. ... Dieses kann in der Produktion von rostfreiem Stahl nicht substituiert werden, da Ferrochrom diesem die entscheidenden Eigenschaften Korrosionsbeständigkeit und Hygiene verleiht. ... Chrom bewirkt zudem den Glanz und das attraktive Aussehen des Endproduktes. ... Aus ästhetischen Gründen wird rostfreier Stahl in der Architektur zunehmend beliebter, sowohl im Fassadenbau als auch in der Innenarchitektur. ... Auch in der Lebensmittelindustrie, im Bergbau und in der Automobilindustrie gewinnt rostfreier Stahl als Werkstoff zunehmend an Bedeutung. ... Damit dürfte auch ein erhöhter Bedarf an Chrom einhergehen. Chrom wird als Legierungsmetall bei der Produktion einer Vielzahl von Metall- und Nichtmetalllegierungen eingesetzt. In der Eisenmetallurgie sorgt es unter anderem für eine höhere Wärme- und Verschleißbeständigkeit. ...
In Superlegierungen, bei denen es vor allem wegen seiner Hitzebeständigkeit
gefragt ist, ist Chrom nicht zu ersetzen."

Die Studie prognostiziert trotz steigender Recyclingquote einen Anstieg des weltweiten Verbrauchs an Primärchrom (also Chrom aus Chromerzförderung) um 35 bis 66 % bis 2025.

Zum Download der Studie hier klicken.

Sonderfall China

Prof. Kodra mit chinesischen Interessenten

Zur Sonderrolle Chinas beim Weltchromverbrauch vermerkt vorgenannte Studie auf Seite 141:
"Chinas Chrombedarf könnte 2025 nach dem MEDIUM- bzw. High-Szenario zwischen 9 Mio. t und 12 Mio. t liegen. Diese Mengen würden nahezu bzw. mehr als das Doppelte der Chromproduktion von 2004 bedeuten und deutlich über der in Kapitel 8.5 für das Jahr 2025 geschätzten Chromproduktion von
7,1 Mio. t. Ohne eine deutliche Reduktion des spezifischen Chromverbrauchs Chinas könnte es in Zukunft folglich zu massiven weltweiten Versorgungsproblemen bei Chrom kommen."

An anderer Stelle der selben Studie (Seite 284) wird jedoch fett hervorgehoben konstatiert: "In der metallurgischen Industrie ist daher insgesamt von einer konstanten spezifischen Chromnachfrage auszugehen."

Beides zusammen lässt wenig Zweifel an der Zukunft des Rohstoffes Chromerz aufkommen. Und deshalb ist auch im Hafen von Durres noch nie eine Tonne Chromerz unverkauft liegen gelblieben.

Der weltweit führende Anbieter unabhängiger Marktanalysen für die Metall- und Bergbauindustrie verstärkt die Aussagen zu China noch in der Ausgabe vom März 2010 der Quaterly Global Chrome and Stainless Review, indem er einen Sprecher von Xstrata zitiert:

"China will continue to produce ferro-chrome and stainless steel and the only limiting factor will be the amount of ore China can get its hands on.“

Mit anderen Worten: China wird weltweit alles an Chromerzen und Lagerstätten aufkaufen, deren es habhaft werden kann.